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Bitte beachten Sie, unsere nächste Veranstaltung. 
Fuehrung 13 11 2022 gross

 

 

Den verfolgten und ermordeten Juden den Namen zurückgeben 


15 Jahre nach Gründung ist der Arbeitskreis Stolpersteine in Kuppenheim angekommen. Unterstützt wird er mittlerweile von: Gemeinderat, Stadtverwaltung, beiden Kuppenheimer Sekundarschulen, Fotoclub, KÖB (katholische Bibliothek) und IKK (Initiative Kulturkreis).


Verschiedene Religionsgemeinschaften (kath. und evang. Kirchengemeinde Kuppenheim, IRG Israelitische Religionsgemeinschaft Baden-Baden, Die Brücke für den Dialog Rastatt (interkultureller Verein) und der Deutsch-Türkische Schul-Elternverein Gaggenau) sind mit dabei, wenn es um Stolpersteinlegungen und Gedenkveranstaltungen geht. Darüber hinaus hat der Arbeitskreis gute Kontakte zu weiteren 30 Gruppierungen (u.a. Musikschule Gaggenau, Stolpersteininitiativen Rastatt und Muggensturm, Landtagsabgeordnete verschiedener Parteien und Naturparkschule Realschule Gaggenau).


„Es war ein langer, nicht immer einfacher und zu Beginn recht „steiniger Weg“: Zwei Jahre Vorarbeit waren notwendig, damit sich im Frühjahr 2010 der Arbeitskreis Stolpersteine gründen konnte. Doch wir sind nicht gestolpert. Unser zähes Ringen um dieses Projekt und die jahrelange Arbeit haben sich gelohnt", so Heinz Wolf, Sprecher des Arbeitskreises (AK).

 

Familienzusammenführung


Im Rahmen der „Familienzusammenführung“ konnten bei zwölf Legungen 133 Stolpersteine für 29 jüdische Familien an 16 Standorten auf Kuppenheimer Gehwegen eingelassen werden. Nahezu 100 Stolpersteinspender, insbesondere aus Kuppenheim, haben die Legungen finanziell ermöglicht. So bekamen die betroffenen Jüdinnen und Juden ihre Namen zurück und gleichzeitig wird an ihr Schicksal während des NS-Regimes gedacht.

 

Erinnern und Mahnen


Die Stolpersteine dienen auch als Mahnung an die Jugend und an alle, gegen die Ausgrenzung von Minderheiten und Andersdenkenden wachsam zu sein. Der Arbeitskreis konnte bei mittlerweile 30 Schulklassen und Jugendgruppen bei Führungen, Stolpersteinlegungen und -reinigungen sowie Gedenkveranstaltungen für Toleranz und Menschlichkeit werben. Die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano, vom Arbeitskreis eingeladen, appellierte an die Jugend: “Passt auf, dass die euch nicht verführen!“ und meinte damit all diejenigen, die mit ihren Parolen und Tiraden Hass und Gewalt schüren und die Verantwortung für unsere Geschichte ignorieren.

 

160 Veranstaltungen in zehn Jahren


Der Arbeitskreis legt nicht nur Gedenksteine, er organisiert auch Veranstaltungen, die sich mit der Geschichte der Juden und der NS-Diktatur befassen. So waren es 160 Veranstaltungen und Initiativen seit 2010.

 

Um die Erinnerung und Mahnung immer wieder aufrecht zu erhalten, hat der Arbeitskreis im Laufe der Jahre mehrere Gedenkveranstaltungen durchgeführt, so zur Reichspogromnacht 1938, zur Deportation der letzten Kuppenheimer Juden nach Gurs 1940 und zur Auschwitz-Befreiung 1945.

 

Unterschiedliche Konzerte (mit Esther Bejarano und Microphone Mafia, Alexandra Mikulska, Dotschy Reinhardt, Klezmer-Konzerte mit Jontef) finanzierten Stolpersteine. Auch die Vorträge mit Zeitzeugen und Geschichtskundigen (zu: KZ-Auschwitz, jüdische Soldaten im 1. Weltkrieg, starke jüdische Frauen, Kurt Maier: das Leben im Lager Gurs) kamen bei den Zuhörern gut an.

 

Der Arbeitskreis organisierte für ein interessiertes Publikum aus Kuppenheim und Umgebung insgesamt sieben Lesungen über die NS-Zeit und deren Auswirkung auf das Leben von Minderheiten und verfolgten Menschen mit Esther Bejarano vom Auschwitz-Mädchenorchester, mit Dotschy Reinhard über Sinti + Roma und mit Bozena Zolynska und Aleksandra Mikulska zum Ghetto-Pianisten Szpilman.

 

Zahlreiche Stolpersteinreinigungen und Führungen zum „jüdischen Kuppenheim“ fanden bei verschiedenen Anlässen statt: „Auf den Spuren der Stolpersteine“, am Tag der Jüdischen Kultur, zum Gurs Gedenktag (22. Oktober 1940), zur Pogromnacht (10. November 1938) und zur interreligiösen Aktionswoche.


86 Führungen zum Jüdischen Friedhof

 

Neben den Stolpersteinlegungen lädt der Arbeitskreis seit 15 Jahren zu Begehungen auf dem mehr als 330 Jahre alten jüdischen Friedhof ein. Die Gruppen kamen vorwiegend aus Kuppenheim und Gaggenau und der gesamten Region, aus Hamburg, Berlin, Wiesbaden, Wien und Paris, sowie aus Nordmazedonien, Israel, Kanada und aus den USA. In diesem Jahr stehen weitere zehn Führungen an, die Hälfte für Schulklassen.

 

Unterstützung gesucht


Es ist ein dringendes Anliegen des Arbeitskreises, weitere Helfer, Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen. 20 Aktive und weitere 20 Unterstützer zählt der Arbeitskreis aktuell. Um die restlichen etwa 50 Stolpersteine in Kuppenheim legen zu können, werden weitere Spendengelder benötigt. I


Jubiläum:

15 Jahre Arbeitskreis Stolpersteine Kuppenheim Aktuelle Ausstellung mit Vortrag


Am Freitag, 20. März 2026, 19 Uhr, Rathaus Foyer Kuppenheim, präsentiert sich der Arbeitskreis Stolpersteine Kuppenheim mit einem Vortrag und Fotos zu seinen Aktivitäten in den vergangenen Jahren.

 

Darüber hinaus zeigt der Fotoclub „Tele 77“ Kuppenheim in einer ergänzenden Ausstellung großformatige Bilder zum jüdischen Friedhof. Die Veranstaltung wird von der Musikschule Gaggenau umrahmt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

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Führungen auf dem jüdischen Friedhof Kuppenheim

 

Interessierte aus Kuppenheim und Umgebung sind herzlich eingeladen an einer Führung auf dem jüdischen Friedhof (Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0176 23 99 40 41) teilzunehmen:


Sonntag, 22. März 2026, 14:00 Uhr Donnerstag, 31. März, 18:00 Uhr Sonntag, 19. April, 10:30 Uhr

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Briefe aus dem KZ von Emil Behr


Freitag, 24. April 2026, 19 Uhr, Rathaus Foyer Kuppenheim – musikalische Begleitung_ Ensemble des IKK. Vortrag von Monique Behr (Enkelin von Emil Behr) zu Briefen, die ihr Vater und ihr Großvater an die Angehörigen geschrieben haben.


Emil Behrs Mutter Mathilde Dreyfuß, verh. Behr, stammt aus Kuppenheim und lebte vor ihrer Heirat in der Rheinstraße 16. Emil Behr kam im November 1938 im Rahmen des Pogroms ins KZ Dachau. Emil Behr führte eine gerichtliche Auseinandersetzung mit seinem Arbeitgeber bzw. NS-Behörden wegen entgangener Lohnzahlungen. Im Februar 1944 wurde er deswegen verhaftet und erhielt am 8. Mai 1944 einen Schutzhaftbefehl. Am 17. Mai 1944 kam er in das Stammlager von Auschwitz.


Kurz bevor die Rote Armee Auschwitz befreite, wurde Emil Behr im Januar 1945 auf einen der Todesmärsche geschickt. In Gusen, einem Nebenlager von Mauthausen, konnten ihn schließlich am 5. Mai 1945 amerikanische Truppen vor den Nazis in Sicherheit bringen.

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81 Jahre Befreiung KZ-Auschwitz - Gedenken und Zeichen setzen

 

Der Internationale Gedenktag an die Opfer des Holocausts am 27. Januar ist einerseits ein Zeichen der kollektiven Verantwortung, indem wir uns erinnern und dadurch Lehren für die Zukunft ziehen, damit sich das Verbrechen, das Millionen von Menschen das Leben gekostet hat, nicht wiederholt. Andererseits wollen wir Verantwortung dafür übernehmen, dass wir die Lehren aus dem Holocaust verwirklichen und für die Demokratie, den Rechtsstaat, die Würde des Menschen sowie die Grund- und Menschenrechte einstehen, damit diese auch an künftige Generationen weitergegeben werden können. Der Arbeitskreis "Stolpersteine Kuppenheim" möchte durch das Reinigen der Stolpersteine an die vertriebenen und ermordeten jüdischen Mitbürger und an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen erinnern.

      

Die Erinnerung verblasst, die Zeitzeugen sterben

 

So berichteten auch die Holocaust-Überlebenden Kurt Maier (Lager Gurs) und Esther Bejarano (Auschwitz Mädchenorchester) bei insgesamt acht Veranstaltungen (veranstaltet vom AK Stolpersteine) vor Schülern und Erwachsenen von ihren Erlebnissen in den NS-Lagern. Dennoch wissen viele junge Menschen nicht, was in Auschwitz geschah. Der Holocaust spielte sich für viele in einem Land vor ihrer Zeit ab. Den Gräueltaten ihrer Groß- und Urgroßeltern fühlen sie sich fern. Dass die Ermordung von sechs Millionen Menschen dennoch im kollektiven Gedächtnis verankert bleibt ist eine wesentliche Aufgabe unserer Zeit, nicht allein der Vergangenheit, sondern vor allem der Gegenwart und Zukunft wegen.

 

Stolpersteine geben den Namen zurück und mahnen

 

Sechs Million ermordete Juden, eine Million in Auschwitz, getötet in Gaskammern oder erschossen oder zugrunde gerichtet durch Arbeit, Hunger, Krankheit. Sechs Millionen eines monströsen Verbrechens, das sind Zahlen, mit denen niemand etwas anfangen kann. "Deshalb haben wir in Kuppenheim bisher 116 Stolpersteine gelegt (zehn weitere folgen am 23. Mai), um an Ort und Stelle zu dokumentieren, dass einzelne Personen aus ihrem Leben gerissen wurden, aus ihrer sozialen Umgebung und finanziellen Absicherung. Sie wurden gedemütigt, entrechtet, vertrieben oder zur Flucht gezwungen, verschleppt und ermordet," so Heinz Wolf, Sprecher des Arbeitskreises Stolpersteine Kuppenheim.

 

Kuppenheimer Juden im Konzentrationslager ermordet

 

Auch 24 Kuppenheimer Jüdinnen und Juden sowie neun Ehemänner wurden im KZ ermordet. Aus der Friedrichstraße 59 musste Klara Kahn fliehen, bevor sie über mehrere Stationen in deutschen Städten schließlich 1942 in ein polnisches Lager zur Ermordung deportiert wurde. Aus der Murgtalstr. 2 wurden in Auschwitz vergast: Marie Dreyfuß (geb. Friedmann), Ida Dreyfuß (verh. Heumann), Regina Dreyfuß (verh. Katz). Heinrich Dreyfuß (Murgtalstr.17) wurde bereits 1938 nach der Pogromnacht während seiner Schutzhaft im KZ Dachau erschlagen.
 
Kuppenheim - Malsch - Hamburg - Havanna - Antwerpen, das waren die Stationen des beliebten Metzgermeisters Salomon Lehmann aus der Friedrichstr 75, bevor er übers KZ Mechelen nach Auschwitz zur Ermordung kam. Vom Eiswarenhandel Herz und Schlorch (Friedrichstr. 86) wurden in Auschwitz umgebracht: Gunter, Semi und Rosa Schlorch (geb. Herz). Dasselbe Schicksal widerfuhr Isidor und Karoline Meier (geb. Kahn) aus der Friedrichstr. 98 sowie aus der Friedrichstr. 91 Fanny Kaufmann (verh. Kreuzer), Rosa Kaufmann (verh. Kramer), Emilie Rosa und Emilie Kaufmann (verh. Brumlick).
 
Sechs Jüdinnen und Juden aus der Rheinstr. 9 verloren im KZ ihr Leben: Johanna Kahn (verh. Kuhn), Irma Kahn (verh. Platz), Jeanette Kahn (verh. Hirsch) und Viktor Nöther sowie Siegfried und Ludwig Kahn. Auch Berta Grünbaum (verh. Joseph) aus der Oberen-Torstr. 1 wurde im Konzentrationslager getötet. Hermann und Herbert Samuel, die zeitweise in Kuppenheim bei Berthold Herz wohnten, wurde in Majdanek bzw. Mauthausen von der SS umgebracht.
 
53 weitere Personen jüdischen Glaubens aus der erweiterten Verwandtschaft der Kuppenheimer Juden wurden in Konzentrationslagern ermordet.
 
Lediglich Emil Behr, Sohn von Mathilde Behr (geb. Dreyfuß) aus Kuppenheim hat das KZ Auschwitz überlebt, und Walter Sally Kahn aus der Rheinstr. 9 wurde aus dem KZ Mechelen befreit. Leopold Kahn (Friedrichstr. 74) fiel am 18. Oktober 1944 als Résistance-Kämpfer gegen die deutschen Besatzer. Alfred Epstein, Sohn von Karoline Epstein (geb. Dreyfuß) aus Kuppenheim wurde am 22. Februar 1944 von der Gestapo als Widerstandskämpfer in Frankreich hingerichtet.                                                                               Januar 2025

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15 Jahre AK Stolpersteine Kuppenheim

 

150 Veranstaltungen/Initiativen seit der Arbeitskreis-Gründung 2010

AK Stolpersteine Kuppenheim vielfältig engagiert.

 

Der Arbeitskreis ist seit 2010 vielfältig engagiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kuppenheimer Initiative legen nicht nur Stolpersteine, sie organisieren auch Veranstaltungen, die sich mit der Geschichte der Juden und der NS-Diktatur befassen. zehnmal wurden Stolpersteinreinigungen durchgeführt, auch unter reger Beteiligung der Kuppenheimer Schulen (Werner-von-Siemens-Realschule und der Favorite Werkrealschule) sowie mit jungen Muslimen und Mitarbeitern des Arbeitskreises.

 

Das Legen von Stolpersteinen sind ein Zeichen der Mahnung an die Jugend und an alle, bei der Ausgrenzung von Minderheiten  und Andersdenkender wachsam zu sein. Der Arbeitskreis wirbt für Toleranz und Menschlichkeit und kooperiert mit mehreren Schulen und über ein intensives Netzwerk mit 30 Gruppen und Organisationen, was die Arbeit erleichtert und den Wirkungsgrad erweitert.

 

Mehrere Gedenkveranstaltungen wurden organisiert zur…


- Deportation der letzten Kuppenheimer Juden nach Gurs 1940 (2015, 2020, 2025)
- Reichspogromnacht 1938  (2018, 2023)
- Auschwitz-Befreiung 1945 (2020, 2022, 2025)

 

Acht Konzerte finanzierten Stolpersteine und informierten zum Thema:


- Alexandra Mikulska (Chopin) im Bürgersaal Kuppenheim
- Microphone Mafia mit Esther Bejarano (klag und Jahnhalle Gaggenau, Reithalle Rastatt)
- Sinteza-Musik mit Dotschy Reinhardt im klag Gaggenau
- Auch die drei Klezmer-Konzerte mit Jontef in Kuppenheim begeisterten das Publikum


Gut besuchte Vorträge mit Zeitzeugen und Geschichtsprofis:

- Konzentrationslager Auschwitz mit Sophie Uhing (soz. Jahr in Oswiecim/Auschwitz)
- jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg (mit Paul Sachse und Kurt Hochstuhl) und
- Weltfrauentag -  „starke jüdische Frauen aus Baden-Baden“ mit Angelika Schindler
- Kurt Maier aus Washington berichtete sogar viermal über seine Kindheit in Kippenheim 

  (bei Lahr) und seine Erlebnisse im Deportationslager Gurs, der Vorhölle von Auschwitz

 

Lesungen über die NS-Zeit 1933 bis 1945

 

  • Daneben informierte der Arbeitskreis mit insgesamt über die NS-Zeit und Auswirkungen auf das Leben von Minderheiten und verfolgter Menschen:

  • - Esther Bejarano vom Auschwitz-Mädchenorchester referierte im klag und in der Jahnhalle  
  •   (vor 250 Schülern) und in der Aula des LWG Rastatt (vor 500 Schülern).
    - Dotschy Reinhard berichtete über Sinti + Roma unter dem NS Regime (klag und in der
  •   Jahnhalle Gaggenau).
    - Die Stuttgarter Schauspielerin Bozena Zolynska las aus dem Buch von Hauptmann Wilm
  •   Hosenfeld, der dem Pianisten Wladyslaw Szpilmann während des Aufstandes im  
  •   Warschauer Ghetto das Leben rettete. Die bekannte Pianistin Aleksandra Mikulska besorgte
  •   die musikalische Begleitung (Chopin).
    - Schließlich berichtete der Gausbacher Ortsvorsteher Achim Rietz aus seiner „Dorfchronik
  •   einer verlorenen Generation“ und schilderte das Leben von Wehrmachtssoldaten,
  •   Fahnenflüchtigen und Euthanasieopfern, begleitet von Hennes Wunsch und Horst Stelzer
  •   mit auflockernder Musik.

 

86 Führungen zum Jüdischen Friedhof ...

 

rundeten das Betätigungsfeld des Arbeitskreises ab. Heinz Wolf vom AK Stolpersteine begleitete Schüler- und Erwachsenengruppen auf dem Jüdischen Friedhof Kuppenheim. Die Gruppen kamen aus Bitola (Nord-Mazedonien), Durmersheim, Gernsbach, Gaggenau, Bad-Rotenfels, Baden-Baden, Rastatt, Muggensturm und insbesondere aus Kuppenheim sowie aus der gesamten Region. Auch einzelne Besucher wurden über den Friedhof geführt: Sie kamen aus Hamburg, Wien, Paris, Kanada, Israel und aus den USA.

 

Der AK Stolpersteine Kuppenheim ist seit diesem Jahr Kooperationspartner mit der "Nordschwarzwald-Naturparkschule Realschule Gaggenau". In diesem Zusammenhang wird jedes Jahr den vier neunten Klassen der jüdische Friedhof Kuppenheim nähergebracht und intensiv auf das Schicksal der jüdischen Minderheit in der Region eingegangen.

 

Jüdisches Kuppenheim

 

Führungen zu „jüdisches Kuppenheim (u.a. am Tag der Jüdischen Kultur sowie zu 80 Jahre Gurs-Deportation) wurden ebenfalls von Wolf geleitet.

 

KZ Natzweiler-Struthof

 

Eine Informationsfahrt zum KZ Natzweiler-Struthof in den Vogesen wurde in Kooperation mit dem Stolperstein-Verein Rastatt durchgeführt.

 

Raon L’Etape: Besatzung - Juden

 

Führung in Raon-L’Etape und La Neuveville-les-Raon: jüdischer Friedhof und Deportation der Juden – deutsche Besatzung 1940 bis 1944 – Aktion „Le Waldfest“ – Zwangsarbeit in Heidelberg – totale Zerstörung geplant. Der Arbeitskreis veröffentlichte dazu ausführliche Berichte: 8x im Kommunalecho, je 4x im Badischen Tagblatt und in den BNN.

 

Gedenkfeiern - Arbeitskreis in der Region vernetzt

 

Beteiligungen bei Stolpersteinlegungen und Gedenkfeiern in Malsch, Rastatt, Gaggenau sowie beim KZ-Außenlager Rotenfels.

 

zwölf Stolpersteinlegungen...

 

wurden zwischen den Jahren 2013 und 2025 an 16 Standorten gelegt. Weitere Stolpersteine werden in den kommenden Jahren in den Gehweg eingelassen. Sie werden in Kuppenheim als sog. „Schluss-Steine“ an etwa 30 jüdische Familien erinnern, und es wird an öffentlichen Orten an ihr Schicksal während des nationalsozialistischen Terror-Regimes gedacht. Stolpersteine geben den zumeist namenlosen Opfern ihren Namen zurück.

 

Schließlich unterstütze der Arbeitskreis Ulrich Behne aus Gaggenau bei Verfassen seines Buches „verstreute Spuren – verblasste Erinnerungen“. Umfangreiche Hilfe erhlielt auch der Verein "Stolpersteine Muggensturm" bei dessen Gründung und Recherche zu Juden aus Muggensturm.                                                                             Januar 2026