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Friedhof 06 09 2020 klein

Friedrichstraße 59

 

Im Jahr 2013 (1. Stolpersteinlegung) wurde neben neun weiteren Stolpersteinen (an vier zuzsätzlichen Standorten) ein Stein für Klara KAHN in der Friedrichstraße 59 gelegt.

 

KAHN Klarageb. 27.12.1900 in Kuppenheim,

 

ledig, Hausangestellte bis zum Ableben der Eltern in deren Haushalt beschäftigt, danach Hausangestellte bei Libmann Maier in Malsch.

Klara Kahn wandert danach aus Lebensangst vor den Nationalsozialisten von Ort zu Ort. Am 04.11.1936 zieht sie von Malsch nach Kuppenheim, am 01.03.1938 von Kuppenheim nach Malsch, am 06.05.1938 zurück nach Kuppenheim. Unmittelbar nach dem Tod ihrer Mutter will sie am 14.06.1939 nach Frankreich auswandern. Am 13.11.1939 meldet sie sich polizeilich von Kuppenheim ab, am 08.07.1940 von Eichtersheim kommend in Kuppenheim wieder an. Bald danach geht sie nach Frankfurt. Am 08.07.1940 ist sie in Kuppenheim polizeilich gemeldet.

Am 18.09.1940, kurz vor der Gurs-Deporations-Aktion, geht sie nach Bingen am Rhein (Nahestaraße 6). Am 20.03.1942 wird Klara Kahn von Bingen nach Polen deportiert, seither gilt sie als verschollen. 

 

Siehe Stolpersteinlegungen 2013 und 2014

 

Im Jahr 2014 wurde neun weitere Stolpersteine für die Familie KAHN in den Gehweg eingelassen. Alle zehn Steine wurde von der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau finanziert.

Das Gebäude (nördlicher Teil) der jetzigen Sparkassen-Zweigstelle Kuppenheim war ehemals das Wohnhaus der Familien David und Simon Kahn.

Siehe Stolpersteinlegung 2014 und Gedenkfeier anlässig der zweiten Stolpersteinlegung in Kuppenheim.

 

David Kahn, wird am 08.05.1938 in Kuppenheim geboren. Am 01.11.1899 stirbt er. David

Kahn ist  Bürger der Stadt Kuppenheim, Handelsmann und Viehhändler. Er heiratet am

10.01.1865 in Rastatt Sara Mayer von Malsch (geb. 26.12.1840, gestt. 24.04.1904). Die

Eheleute Simon und Sara Kahn haben neun Kinder: Simon , Bertha, Sofie (geb. 04.05.

1870, gest. 19.05.1916), Ludwig (geb. 20.12.1872, gest. 15.03.1873), Max Moritz (geb.

18.12.1873, gest. 17.05.187) Adolf, Nathan, Julius (geb. 02.04.1880, gest. um 1930),

Liebmann (geb. 05.12.1882, gest. 09.08.1885).

                                                                                                                                                                                       

2 Kahn Simon, geb. 08.04.1866 in Kuppenheim

 

Synagogen-Vorsteher, Handelsmann, Viehhändler. Simon Kahn heiratet am 01.08.1898

Stephanie Kahn, geb. Kahn,  aus Kuppenheim. Simon verstirbt am 29.03.1937, vier Jahre

und zwei Monate nach der Machtergreifung Hitlers und vier Jahre nach Demütigung und

Enrechtung durch die Nationalsozialisten.

 

3 Kahn Stephanie, geb. Kahn, geb. 24.08.1875 in Kuppenheim

 

Tochter des Löw Leopold Kahn und Jeanette Kuppenheimer (geb. Nöther), verh. Kahn Simon (gestorben 06.05.1939. Stephanie muss mehr als sechs Jahre den Nazi-Terror ertragen.                       

 

4 Kahn Selma, geb. 25.05.1899

 

Selma ist die Tochter der Eheleute Simon und Sterphanie Kahn. Als Sekretärin arbeitet sie

bei Rechtsanwalt Roth in Rastatt. Selam zieht am 18.02.1937 von Kleinwallstadt nach

Kuppenheim und am 11.05.1937 nach Frankfurt. Von dort kommt sie am 26.07.1938

 

nach Kuppenheim zurück. Am 02.11.1938  emigriert Selma Kahn von Kuppenheim nach

London. Im Dezmber 1938 wählt sie wie viele Emigranten im Exil den Freitod.

             

5 Rosa Kahn, geb. 25.07.1905

 

Bis zur Emigration arbeitet Rosa Kahn als Kontoristin in der Kuppenheimer Firma Anton

Kiefer (Kofferfabrik). Im Dezember 1937 lebt Rosa in Bruchsal. Am 06.03.1939 wandert

sie nach London aus, geht nach 1947 nach USA, heiratet dort NN Levita. 1970 lebt sie in

Paterson bei New York (Staat New Jersey, USA), im Januar 1995 im Altersheim Clifton

(Staat New Jersey, USA).

 

6  Bertha Kahn, verh. Dreifuß, geb. 11.04.1868, gest. 05.11.1937 in Altdorf,

 

Bertha heiratet am 05.02.1889 David Dreyfuß (geb. 04.01.1855) aus  Altdorf bei Ettenheim. David ist von Beruf Handeslmann und Viehhändler. Er stirbt am 31.05.1933. Das Ehepaar hat drei Kinder: Betty, Gustav, Hermine.

                                

Betty Dreifuss ist die Ehefrau des Rechtsanwaltes Nathan Moses aus Rastatt, geb. in Kirchen bei Efringen, aufgewachsen in Altdorf.  Betty kommt am 22.10.1940 ins Deportiertenlager Gurs, anschließend in dei Nebenager Récébédou, Masseube, Nexon und Reillane. Am 30.05.1944 wird sie über das Sammellager Drancy bei Paris mit Transport Nr. 75 nach Auschwitz deportiert, am 02.06.1944 in Auschwitz vergast.                                                                                                                                                                              

Gustav,  geb. 1890, wird  am 11.11.1941 in Minsk ermordet.  ,                                  

Hermine, geb. 1893, wird im Jahr 1941 in Riga ermordet.

 

7  Adolf Kahn.   geb. 19.03.1876 in Kuppenheim

 

Adolf war Teilnehmer des Ersten Weltkrieges. Am 22.10.1940kommt er mit den anderen

badischen Juden ins Deportiertenlager Gurs und stirbt ein knappes Jahr später 

am 28.08.1941 im Lager Rivesaltes (Frankreich). Am 31.12.1942 wird er für tot erklärt.

 

8  Nathan Kahn, geb. 17.05.1878 in Kuppenheim

 

Nathan heiratet Hedwig Vollmer aus Ettlingen. Die  Familie wohnt bis 1933 in der

Friedrichstr. 59 im Stockwerkeigentum, EG. Vor 1933 verkauft die Familie ihre Wohnung

und zieht nach Rotenfels, später nach Gaggenau. Nathan Kahn stirbt am 24.05.1933 in

Gaggenau.                                                                                                  

 

9 Vollmer Hedwig   

 

Hedwig Vollmer und ihre Tochter Charlotte wandern 1936 nach Palästina aus.

 

10 Metzger Charlotte, geb. Kahn

 

Charlotte, geb. 16.2.1913, lebt seit 1936 mit ihrer Mutter in Israel. Sie ist  mit NN Metzger

verheiratet, lebt um 1984 in Herzlia, Israel.                                                                                           

 

 

 

                        

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