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Friedhof 06 09 2020 klein

Rheinstraße 9

 

In der Rheinstraße 9 lebten fünf Kinder von Nathan Kahn und Maria Mina Roos

KAHN Blondina, geboren am 25.11.1877 in Kuppenheim

 

Schneiderin, gehörlos, Blondina muss seit 20.03. 1939 den zusätzlichen Vornahmen Sara tragen (am 08.07.1940 noch in Kuppenheim polizeilich gemeldet), am 22.10.1940 von Kuppenheim (Turnhalle) nach Gurs deportiert, gestorben 15.03.1943 im Lager Nexon, südlich von Limoges (F), beerdigt auf dem Friedhof in Nexon, JBB 127, Anmerkung 249                                                              

KAHN Colestine, geboren am 28.12.1881 in Kuppenheim

 

gehörlos, Colestine musste seit 20.03.1939 den zusätzlichen Vornahmen Sara tragen (am 08.07.1940 noch in Kuppenheim polizeilich gemeldet), am 22.10.1940 von Kuppenheim (Turnhalle) nach Gurs deportiert, gestorben am 11.04.1943 im Lager Noe, Frankreich JBB 127, Anmerkung 25 geb. 13.03.1879 in Kuppenheim, Kaufmann, 1939 Wegzug von Kuppenheim nach Mannheim,

3 KAHN  Leo, geb. 13.03.1879 in Kuppenheim


Kaufmann, 1939 Wegzug von Kuppenheim nach Mannheim, Leo musste seit 03.02.1938 den zusätzlichen Vornahmen Israel tragen, Emigration nach USA, lebte 1939 in Mannheim, 1947 in New York, JBB 127, Anmerkung 250

4 Kahn Frieda (verheiratete Valfer), geb. 13.02.1887

 

Frieda wohnte in der Rheinstraße 9, gemeinsamer Sohn Ernst Siegmar, Frieda und Hermann Valfer lebten lebten zur Zeit der Reichspogromnacht in Kuppenheim, Schutzhaft KZ Dachau, zurück nach Kuppenheim 06.12.1938,

Die Sippe „Valfer“ stammt ehemals aus dem elsässischen Valff (In Valff existierte eine kleinere jüdische Gemeinde, die sich in den 1920er Jahren in Auflösung befand), Die Juden aus Valff zog es in die Ortenau (Diersburg, Gengenbach, Kippenheim…) und nannten sich in Valfer um, JBB 124, JBB 127

5 KAHN  Berta (verheiratete Grünhut), geb. 14.04.1884

 

heiratet Schneidermeister Heinrich Grünhut, Wegzug nach Mannheim, Emigration in die USA, Ehemann Heinrich wurde am 22.10.1940 nach Gurs und am 06.03. 1943 mit dem Transport Nr. 50 (2.000 Juden Opfer einer Vergeltungsmaßname der Nazis nach dem Mord an zwei deutschen Luftwaffenoffizieren in Paris) nach Auschwitz zur Vernichtung deportiert, 

JBB 128, JBB 127

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In der Rheinstraße 9 lebte auch die Familie Maier Kahn und Auguste Kahn, geb. Roos aus Ingenheim (Pfalz) sowie neun Kinder (3 weitere verstarben):

6 Kahn  Maier, geb. 28.11.1851, gest. 24.04.1935 im Krankenhaus in Baden-Baden,

 

Metzger und Viehhändler, Teilnehmer im deutsch-französischen Krieg 1870/71JBB 117, JBB 128

7 Kahn  Ludwig, geb. 14.07.1881

 

Umzug von Kuppenheim nach Mannheim. Ludwig Kahn zahlte die Anstaltskosten für seine Schwester Sophie (die er von 1919 bis 1930 allein zahlte), wegen Konkurs seiner Firma Freymann & Co (Inhaber 1930). In Weinheim konnte er die Kosten für Sophie nicht mehr aufbringen, 1931 bis 1936 zahlte Kuppenheim, danach der Bezirksfürsorgeverband Rastatt-Land.

Die Eheleute Ludwig Kahn und Martha Kahn, geb. Mayer, emigrierten am 23.03.1939 nach Luxemburg, wurden später nach einem unbekannten Ort deportiert und sind verschollen, für tot erklärt 08.05.1945, JBB 136, Anmerkung Nr. 252 S. 32

8 Kahn Sofie, geb. 16.04.1833

 

Lehrerin, gest. 24.07.1938 in Emmendingen, Sofie war vom 22.08.1906 bis 1921 in der Anstalt Illenau, von 1921 bis zu ihrem Tod in der Anstalt Emmendingen angeblich eines natürlichen Todes, JBB 211

9 Kahn Klara (verheiratete Sigmann, später Seidel), geb. 06.02.1886.

 

Klara heiratete Salomon Sigmann aus Polen (Oswiecim = Auschwitz), Klara lebte seit 1934 in Pforzheim, und führte wegen des Todes ihres Mannes Sigmann (ehemals Besitzer einer Wäschefabrik in Pforzheim) am 05.12.1933 allein den Gewerbebetrieb in Mannheim. Klara heiratete Seidel (NN), lebte  1963 in Buenos Aires vermutlich mit ihrem, Kind B. S. Rosenburg, JBB 128, JBB 210, JBB 211

10 Kahn Johanna (verheiratete Kuhn), geb. 03.11.1887, genannt Elisa Bär,

 

Johanna Kuhn heiratete Samuel Wilhelm Kuhn (ermordet am 13.09.1942 in Auschwitz). Johann lebte 1935 in Mannheim. Sie wurde mit ihrem Ehemann am 22.10.1940 von Mannheim nach Gurs und am 11.09.1942 mit dem Transport Nr. 31 in das KZ Auschwitz deportiert und bei der Ankunft am 13.09.1942  sofort vergast,für tot erklärt 31.12.1940,  JBB 128, JBB 146

 

11 Kahn  Jeanette Ida, geb. 18.08.1889

 

lebte bis zur Deportation nach Gurs am 22.10.1940 in Mannheim. 1948 lebte sie in Buffalo, im Staat New York, JBB 128, Anm. 256

 

12 Kahn     Lina, verheiratete Kahn   

   

geb. 18.05.1893, lebte 1935 als Ehefrau des Kaufmanns David Kahn in Stuttgart. Seit

1939 musste sie den zusätzlichen Vornamen Sara tragen. JBB 128

13 Kahn  Irma (verheiratete Platz), geb. 05.02.1895.

 

Irma heiratete 1935 Albert Platz, Kaufmann in Mannheim. Die Eheleute wurde n am 22.10.1940 von Mannheim nach Gurs deportiert und am 10.08.1942 mit Transport Nr. 17 vom Sammellager Drancy bei Paris im geschlossenen Viehwaggon nach Auschwitz verfrachtet und dort ermordet, für tot erklärt: 08.05.1945, JBB 128, JBB 203, Anmerkung 406

14 Kahn  Siegfried   

 

geb. 24.09.1899, lebte seit 1931mit Radolfine Lina Schott als Kaufmann in Mannheim.

Siegfried war Besitzer der Firma Rheinische Feilen- und Werkzeuggesellschaft. Er

emigrierte am 12.05.1938 nach Amsterdam, kam 1943 in das KZ Westerbork, am

25.02.1944 in das KZ Theresienstadt, im September 1944 nach Auschwitz, für tot erklärt

am 31.12.1944, JBB 128, JBB 135, Anm. 275 S. 34

15 Kahn Salomon   

 

 

1931 Name in Walter Sally umbenannt, geb. 24.03.1902, lebte 1935 als Kaufmann in Mannheim, Walter Sally befindet sich am 16.04.1937 in Amsterdam, JBB 128, Anm. 259

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Quelle: „Bürgerbuch der jüdischen Gemeinde Kuppenheim JBB" von Gerhard Friedrich Linder, JBB117, JBB 127

 

 

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